Elena - Kindersuche (Teil 10)

Ich laufe jetzt schon seit Stunden. Meine Pfötchen schmerzen und ich habe ja so ein Durst. Das Dorf durch das ich gerade kam lud leider nicht zum Verweilen ein. Wenn ich nicht von den Menschen vertrieben wurde dann doch von den dort ansässigen Hunden. Keiner hat mich auch nur zu Wort kommen lassen. Getreten, gebissen mit Beschimpfungen vertrieben. Noch nicht einmal ein Schluck Wasser war mir vergönnt.

Wenn meine Kinder dort waren, so haben sie es ganz bestimmt nicht überlebt. Oh da vorne, da steht ein Haus. Wird man mir da vielleicht helfen können? Ich werd es einfach mal versuchen.

Ein Hund steht da oder sagen wir es mal so es steht etwas davor was durchaus ein Hund sein könnte. Zumindest sieht es freundlich aus, ich geh einfach mal hin.

Paul Hilfsbereiter Zottelhund

Freundlich habe ich um Hilfe gebeten und tatsächlich auch Hilfe bekommen. Dieses freundliche Wesen heißt Paul und hat mir, ich kann es kaum glauben, von seinem Futter und seinem Wasser abgegeben. Die Menschen in dem Haus waren auch sehr freundlich. Denn auch ich durfte bei ihnen verweilen und mich ausruhen. Sie haben mir von einem Mann in einem kleinen blauen Lieferwagen erzählt. Sie sagten ich solle mich vor ihm in Acht nehmen es sei ein böser Mensch der Tieren nicht gut gesonnen sei. Er tötet Tiere auf Bestellung oder weil sie ihm im Wege sind. Ich kann nur hoffen, daß dieser Mann meine Kinder nicht geholt hat.

Ich hatte jetzt hier genug verweilt und machte mich wieder auf den Weg. Ich lief weiter in das Dorf hinein. Auch da war man sehr freundlich. Niemand der mir bös gesonnen war. Ob Tier ob Mensch, alle waren sehr freundlich zu mir. Doch wirklich helfen konnte mir in meiner Angelegenheit niemand. Am Dorfrand dann traf ich einen Hund. Noch nie hatte ich einen solchen Hund gesehen. Seine Augen funkelten böse, sein Gesichtsausdruck grausam.

Ein Schauer lief mir über den Rücken bei seinem Anblick. Über seinen ganzen Körper verteilt waren tiefe Narben zu erkennen. Er hatte in seinem Leben bestimmt nicht viel Gutes erfahren.

Ich haderte mit mir. Soll ich es wagen? Soll ich ihn fragen? Wie wird er reagieren? Mein Herz raste, es schlug mir bis zum Hals. Was soll ich nur tun? Einfach vorbei gehen? Aber nein irgendetwas in mir befahl mir es nicht zu tun.